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G-BA setzt aufgrund von COVID-19 die Verpflichtung für Schulungsteilnahmen zeitweilig aus

Ihr Weg zur digitalen Patientenschulung

05.05.20


(c) rh2010 - stock.adobe.com

Aufgrund der Covid-19-Pandemie hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in einer Ausnahmeregelung Ende März beschlossen, dass die Teilnahme an Schulungen im Rahmen der DMP im Jahr 2020 ausgesetzt werden kann, solange die Pandemie dies erforderlich macht. Eine mögliche Alternative zur Präsenzschulung sind digitale Patientenschulungen in Form von Videosprechstunden und -konferenzen. Wir zeigen auf, wie das konkret aussehen könnte.

Für viele Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Hypertonie und ihre betreuenden Arztpraxen stellt die gegenwärtige Situation eine besondere Belastung dar. Einerseits ist eine wichtige Maßnahme zur Senkung des COVID-19-Infektionsrisikos ein gutes Handling der Erkrankung. Eine wie gewohnt in der Arztpraxis stattfindende Schulung, in der Sie genau das thematisieren und weitere Fragen rund um Corona aufgreifen können, wäre damit eine wichtige Hilfestellung für Ihre Patienten. Schulungen bei Neumanifestationen chronischer Erkrankungen sind sowieso unerlässlich. Andererseits hat die Vermeidung einer COVID-19-Infektion durch Distanz und Minimierung nicht notwendiger Risiken selbstverständlich oberste Priorität. Eine Lösung können darum Videosprechstunden mit einzelnen Patienten oder sogar Videokonferenzen mit mehreren Teilnehmern darstellen.

Dazu sind zunächst die technischen, räumlichen und rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen:

  1. Auswahl der entsprechenden Software
    Anbieter der für Videosprechstunden und -konferenzen notwendigen Software müssen von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zugelassen sein und damit eine Ende-zu Ende-Verschlüsselung gewährleisten. Auch die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen ist essenziell. Die Website der KBV bietet eine Übersicht der zugelassenen Anbieter, einige können derzeit sogar kostenfrei genutzt werden.
    Wichtig: Vor Abrechnung jeglicher Leistungen im Rahmen der Videosprechstunde müssen Ärzte oder Psychotherapeuten ihrer Kassenärztlichen Vereinigung anzeigen, einen gemäß Anlage 31b zum BMV-Ä zertifizierten Videodienstanbieter zu nutzen. Praxen erhalten von dem ausgewählten Videodienstanbieter nach Vertragsschluss eine entsprechende Bescheinigung.
    In einigen KV-Regionen ist diese Regelung zurzeit ausgesetzt. Bitte informieren Sie sich dazu bei Ihrer zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung.

  2. Auswahl der passenden Hardware
    Laptop und Tablet, ja sogar Ihr Smartphone verfügen über eine integrierte Kamera und Mikrofon, so dass die hardwaretechnischen Basisanforderungen erfüllt werden. Für einen klassischen PC benötigen Sie möglicherweise ein zusätzliches Headset oder Mikrofon und Lautsprecher. Wichtig ist außerdem eine ausreichende Internetbandbreite, damit Bild- und Tonübertragung durchgehend stabil funktionieren. Diese Voraussetzungen müssen sowohl Sie selbst als auch Ihre Patienten mitbringen.

  3. Auswahl eines geeigneten Raumes
    Wie jedes Arzt-Patienten-Gespräch muss auch der Kontakt per Video in Räumen stattfinden, die Privatsphäre bieten, um vertraulich und störungsfrei verlaufen zu können. 

  4. Einverständnis der Patienten einholen
    Bevor Patienten das Angebot der Videosprechstunde oder -schulung wahrnehmen können, müssen Sie deren Teilnahmeeinwilligung einholen und eine Datenschutzerklärung unterzeichnen lassen.

Die Handhabung der Programme zur Durchführung von Videoschulungen und -sprechstunden ist auch ohne tiefergehende EDV-Kenntnisse denkbar einfach: Die Schulungsteilnehmer bekommen von Ihnen eine Einladung, mit der sie sich in die Videokonferenz einwählen können. Dort werden Sie zunächst von Ihnen empfangen. Im Verlauf der Konferenz können dann alle Teilnehmer virtuell miteinander sprechen und sich – sofern gewünscht - auch mit Bild sehen. Sie können Ihren Bildschirm teilen und so die Schulungsfolien für alle Teilnehmer sichtbar machen.

Poster der Schulungsprogramme zum Download
Sämtliche Poster der normalerweise zum Einsatz kommenden Flipcharts finden Sie zum kostengünstigen Download in unserem Shop:

Behandlungs- und Schulungsprogramm für
Diabetestherapie ohne Insulingabe
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Behandlungs- und Schulungsprogramm für
Diabetes mit konventioneller Insulintherapie
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Behandlungs- und Schulungsprogramm für
Diabetes mit Präprandialer Insulintherapie
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Behandlungs- und Schulungsprogramm für
Diabetes mit intensivierter Insulintherapie
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Behandlungs- und Schulungsprogramm für
Patienten mit Hypertonie
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Der Download enthält eine Power Point- sowie eine PDF-Datei, bestehend aus allen Postern zur Visualisierung des jeweiligen Schulungsprogramms. Damit können Sie Ihre Patienten komfortabel und einfach virtuell schulen. 

Die nicht weniger wichtigen Verbrauchsmaterialien können Sie Ihren Patienten auf postalischem Wege zur Verfügung stellen. So ist auch in der neuen Schulungssituation eine individuelle Nachbereitung der Inhalte gewährleistet.

Und die Abrechenbarkeit?
Natürlich möchten Sie eine Videoschulung wie gewohnt abrechnen können. Eine Umfrage des Teams der Patientenschulungsprogramme im Deutschen Ärzteverlag zeigt, dass sämtliche Kassenärztliche Vereinigungen dazu in intensivem Austausch mit den Krankenkassen ihrer Region stehen. Das Ziel ist eine zeitlich auf die Dauer der Corona-Pandemie befristete Abrechnungslösung. 
Die KV Baden-Württemberg z.B. hat bereits eine Regelung zur vorübergehenden Abrechnung auf ihrer Homepage veröffentlicht.